Das Plenum tagt zwölf Mal öffentlich. Wichtige inhaltliche Arbeit an der Formulierung des Grundgesetzes wird in nicht-öffentlichen Ausschusssitzungen geleistet. Die Presse lässt ab dem 11. November 1948 nur der Hauptausschuss zu. Er steht im Mittelpunkt der Arbeit des Parlamentarischen Rats. Dort werden in 59 Sitzungen die Ergebnisse der Fachausschüsse in eine einheitliche Fassung gebracht.

Erna Wagner-Hehmke fotografiert das Plenum auch bei seiner 6. und 11. Sitzung. Ebenso hält sie Impressionen aus dem Hauptausschuss fest.
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6. Plenarsitzung
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Die 6. Sitzung des Plenums am 20. Oktober 1948 findet auf Antrag der SPD-Fraktion statt. Begründet wird dies mit dem Argument, die Arbeit des Parlamentarischen Rats durch diese öffentliche Sitzung bekannt zu machen. Die SPD will darüber hinaus zukünftige Inhalte des Grundgesetzes bestimmen, solange die CDU/CSU-Fraktion noch keine einhellige Meinung herbeigeführt hat. Erna Wagner-Hehmke hält ein Gespräch von SPD-Abgeordneten vor Sitzungsbeginn fest: Rudolf-Ernst Heiland, Karl Kuhn, Adolf Ehlers, Hans Wunderlich und Friedrich Maier (v.l.n.r.).
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Die Besuchertribüne ist bis auf den letzten Platz besetzt. Der Parlamentarische Rat debattiert über die Präambel zum Grundgesetz. Die Aussprache wird von Carlo Schmid (SPD) eröffnet. Er betont den provisorischen Charakter des Grundgesetzes. Am ersten Tisch sitzt links Johannes Brockmann (Zentrumspartei), in der zweiten Reihe dahinter Helene Wessel (Zentrumspartei) und rechts Adolf Süsterhenn (CDU).
20.10.1948
6. Sitzung
Carlo Schmid (SPD):
Aussprache über die Präambel (Ausschnitte)
(16´15)
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Als Gast ist der bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus sowie CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag, Alois Hundhammer (l.), anwesend. Rechts von ihm verfolgt Oberregierungsrat Hans Trossmann, Abteilungsleiter im Sekretariat des Parlamentarischen Rats, die Sitzung. Sie geben die Sicht frei auf den nordrhein-westfälischen Landeskanzleichef Hermann Wandersleb.
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Christopher Mayhew, Unterstaatssekretär im britischen Außenministerium (l.), nimmt mit einem Dolmetscher aus dem britischen Verbindungsbüro in Bonn an der Sitzung als Gast teil.
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Vizepräsident Adolph Schönfelder (SPD) leitet die Sitzung. Ihm zur Seite befinden sich die Schriftführer Helene Weber (CDU, l.) und Jean Stock (SPD, r.). Konrad Adenauer (CDU), der Präsident des Parlamentarischen Rats, ist wegen einer leichten Verletzung, die er sich bei einem Autounfall zuzog, verhindert.
20.10.1948
6. Sitzung
Adolph Schönfelder (SPD):
Eröffnung der Sitzung, Begrüßung des Vertreters des englischen Außenministers Bevin, Mr. Mayhew
(3´41)
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Erna Wagner-Hehmke hält Anton Pfeiffer (CSU) im Bild fest. Er hat als Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion mit Carlo Schmid, dem SPD-Fraktionsvorsitzenden, vereinbart, dass erst nach Beendigung der Arbeit der einzelnen Ausschüsse eine Plenarsitzung stattfinden soll. Der Antrag der SPD, diese Sitzung einzuberufen, stößt daher bei der CDU/CSU-Fraktion auf Kritik.
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Adolf Süsterhenn (CDU) spricht nach Carlo Schmid (SPD). Die CDU/CSU-Fraktion hatte Süsterhenn am Vortag in einer Fraktionssitzung mit großer Mehrheit als Debattenredner bestimmt. Er spricht sich namens seiner Fraktion für den Gottesbezug in der Präambel aus. Menschenwürde und Freiheit sollen betont werden und dem Grundgesetz „eine ganz bestimmte geistige Ausrichtung“ geben.
20.10.1948
6. Sitzung
Adolf Süsterhenn (CDU):
Aussprache über die Präambel
(Ausschnitte) (5´54)
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Theodor Heuss (FDP) ist Hauptredner der liberalen Fraktion: „Die Präambel muss eine gewisse Magie des Wortes besitzen“. Er spricht sich gegen eine zu häufige Verwendung des Begriffs „provisorisch“ aus. Das Grundgesetz verliere dadurch seine notwendige Integrationskraft im Bewusstsein des deutschen Volks. Heuss wirkt im Ausschuss für Grundsatzfragen entscheidend an der Formulierung der Präambel mit.
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Heinz Renner (l.) nimmt erstmals als Abgeordneter der KPD an einer Plenarsitzung teil. Er rückt für den ausgeschiedenen Hugo Paul nach. In seiner Rede fordert er unter anderem eine Enteignung der Großgrundbesitzer, die Entmilitarisierung und eine Bodenreform in den Westzonen. Seine Äußerungen werden von vielen kritischen Zwischenrufen begleitet. Rechts neben Renner sitzt Rudolf Katz (SPD), in der vorderen Reihe Walter Menzel (SPD).
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Carlo Schmid (SPD, r.) hört der Rede des kommunistischen Abgeordneten Heinz Renner aufmerksam zu, nachdem er die Debatte durch eine Grundsatzrede eröffnet hat. Er lässt sich zu vielen Zwischenrufen hinreißen.
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Auf der Tribüne nehmen häufig Studenten der Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität Bonn Platz. Während der Rede des Abgeordneten Heinz Renner (KPD) kommt es von dort zu Zwischenrufen. Vizepräsident Adolph Schönfelder (SPD) droht mit Saalverweisen. An den Abgeordnetentischen sind vorne Fritz Hoch (SPD), dahinter Friedrich Wilhelm Wagner (SPD, l.) und Willibald Mücke (SPD, r.) zu sehen.
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Eingerahmt von ihren Fraktionskollegen Hermann Runge (l. ) und Friedrich Maier (r.) verfolgt Friederike Nadig, eine von zwei weiblichen Abgeordneten in der SPD-Fraktion, die Diskussion.
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Der Berliner Paul Löbe (SPD,l.) hat seinen Platz in der ersten Reihe. Die Berliner Vertreter sitzen hintereinander in der mittleren Tischreihe. Rechts von Löbe verfolgen die Fraktionsvorsitzenden der kleineren Parteien die Debatte: Theodor Heuss (FDP), Hans-Christoph Seebohm (DP) und Johannes Brockmann (Zentrumspartei) (v.l.n.r.).
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Die liberalen Abgeordneten Thomas Dehler (r.) und Hans Reif (l.) hören der Rede ihres Fraktionsvorsitzenden Theodor Heuss zu.
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Ein Vertreter Berlins, Ernst Reuter (SPD, l.), nimmt an der Sitzung teil. Neben ihm sitzt Max Becker (FDP, r.).
20.10.1948
6. Sitzung
Ernst Reuter (SPD):
Stellungnahme als Vertreter Berlins, Entgegnung auf die Rede Heinz Renners (KPD ) (Ausschnitt)
(10’54)
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Der SPD-Abgeordnete Friedrich Wolff (r.) ist mit 36 Jahren einer der jüngsten Abgeordneten des Parlamentarischen Rats, links neben ihm Hans Wunderlich (SPD). Der Altersdurchschnitt der Abgeordneten beträgt etwa 55 Jahre.
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Die Fraktionsvorsitzenden Hans-Christoph Seebohm (DP, r.) und Theodor Heuss (FDP, l.) in der ersten Reihe zählen zu den häufigen Rednern im Plenum des Parlamentarischen Rats. Seebohm lehnt im Namen seiner Partei die Bezeichnung „Bundesrepublik Deutschland“ ab und spricht sich für den alten Namen „Deutsches Reich“ aus. Der föderale Charakter des Staats müsse betont werden.
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In den hinteren Tischreihen haben in der Mitte CDU/CSU- und SPD-Abgeordnete ihre Plätze nebeneinander: Josef Schrage (CDU), Friedrich Wolff (SPD) und Hans Wunderlich (SPD) (v.r.n.l.).
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In den ersten Plenarsitzungen gehört Adolf Süsterhenn (CDU) zu den profilierten Rednern der CDU/CSU-Fraktion. Nach einem Autounfall Anfang Mai 1949 kann er an den letzten vier Sitzungen nicht mehr teilnehmen.
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Helene Wessel (Zentrumspartei) ist hier vor ihrer Rede zur Präambel zu sehen. Sie bezeichnet die Weimarer Verfassung von 1919 als „eine der besten Verfassungen der Welt“. Wessel fordert, neben Freiheitsrechten und Menschenwürde auch das Elternrecht im Grundgesetz festzuschreiben. Rechts von ihr sitzt Heinrich Rönneburg (CDU).
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Im Laufe der Beratungen des Parlamentarischen Rats wird der hessische Abgeordnete Heinrich von Brentano (CDU) zu einem wichtigen Redner der CDU/CSU-Fraktion.
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CDU und CSU bilden eine Fraktionsgemeinschaft. Der CDU-Abgeordnete Walter Strauß sitzt zwischen den Bayern Kaspar Gottfried Schlör (CSU, l.) und Josef Schwalber (CSU, r.).
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Gerhard Kroll (CSU, l.) richtet seinen Blick aufmerksam auf den Redner. Sein Sitznachbar Theophil Heinrich Kaufmann (CDU,r.) kritisierte im Vorfeld der Sitzung den für ihn verfrühten Zeitpunkt der Debatte, der von der SPD-Fraktion veranlasst wurde.
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Die Fotografie zeigt, dass hinter den Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion Wilhelm Laforet (CSU, l. ) und Lambert Lensing (CDU, r.) viele Besucher Platz genommen haben.